Die Geschichte des Wohnheims

Die Studentensiedlung Rosenbachweg/Theodor-Heuss-Straße

Die Studentensiedlung am Rosenbachweg/Theodor-Heuss-Straße besteht aus zwei Baubereichen: 1. drei Wohnheime (Haus 2/4, 6/8, 10/12) des Studentenwerks mit je 112 Zimmern, 2. ein Wohnheim (Haus 13) des Studentenwerks mit 62 Zimmern.

Drei Wohnheime des Studentenwerks mit 336 Plätzen

Dieser Wohnheimbereich besteht aus drei viergeschossigen Gebäuden. In jedem dieser Gebäude befinden sich acht Flure für jeweils 14 Bewohner, die in Einzelzimmern untergebracht sind. Die Einzelzimmer sind 11,4 m² groß und möbliert. Die Zimmertrennwände und die Trennwände zum Flur haben eine für die Schallisolierung günstige Stärke von 25 cm. Jedem Flur sind auf gleicher Geschosshöhe ein Raum mit zwei Duschen und Waschbecken für Kleinwäsche, ein Getränkeraum, eine Abstellkammer, zwei Räume mit drei WC und ein Putzbalkon zugeordnet. Im Mitteltrakt steht jedem Flur eine komplett eingerichtete Küche, im unmittelbaren Anschluss daran für je vier Flure zusammen ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Weiterhin befinden sich in den Mitteltrakten weitere Funktionsräume, so z.B. drei Fernsehräume, zwei Tischtennisräume, vier Gästezimmer (davon ein Doppelzimmer nur für Siedlungsbewohner), zwei Musikräume, ein Arbeitsgemeinschaftsraum, ein Fotolabor und ein Freizeitraum. In den Kellern der Mitteltrakte befinden sich die Räume mit den Waschmaschinen und Wäschetrocknern sowie ein Werkraum, auf den Dächern Sonnenterrassen. In den Mitteltrakten im Erdgeschoß befindet sich außerdem je eine Wohnung. Die Mitteltrakte der drei Gebäude sind vertikal versetzt worden, um den Wohn- und Arbeitsbereich mit den Einzelzimmern von den Geräusch und Lärm verursachenden Gemeinschaftsräumen abzusetzen, ohne die Einheit des Gebäudes aufzugeben. Die bauliche Verbindung der drei Wohnheime untereinander erfolgt durch zwei Innenhöfe. In diesen sind zwei Bronzeplastiken von Prof. Cimiotti, Braunschweig, aufgestellt. Die Baukosten für die 336 Wohnplätze lagen bei rd. 6,9 Mio. DM. Die Finanzierung erfolgte durch Eigenmittel des Studentenwerks und durch Zuschüsse und Darlehen des Bundes und des Landes Niedersachsen, sowie durch Aufnahme einer Hypothek. Die Wohnheime konnten nach knapp 2-jähriger Bauzeit im Frühsommer 1968 bezogen werden. Bauherr und Eigentümer der Wohnheime ist das Studentenwerk Göttingen, die Planung und die Bauleitung lagen bei der Niedersächsischen Heimstätte.

Ein Wohnheim des Studentenwerks mit 62 Wohnplätzen

Das Studentenwohnheim wurde als erstes Wohnheim in Göttingen im Fertigbau errichtet. Es ist ein stark gefaltetes 2-4-geschossiges Gebäude. Etwa in der Mitte erhält das Gebäude seine größte Höhe und fällt zu den Kopfenden hin stufenförmig ab. Im Erd- und 1. Obergeschoß sind jeweils Flure für je 22 Bewohner. Auch bei diesem Wohnheim besteht eine Abgrenzung in Wohnbereich (Ruhezone) und Gemeinschaftsbereiche (Lärmzone). Die Einzelzimmer in diesem Wohnheim sind 11,6 m² groß und klar gegliedert. Im 1. Obergeschoß befindet sich außerdem ein Notquartier. Jedem der beiden Flure ist eine eigene Küche zugeordnet. Dazwischen liegt der Tagesraum. Im 2. Obergeschoß ist ein Flur für 12 Bewohner mit Küche und Tagesraum. Weiterhin liegen hier eine Wohnung sowie zwei Notquartiere. Daneben befinden sich auf den Fluren die Sanitärräume, ein Raum für Kleinwäsche, Schuhputzraum und ein Putzraum. Im 3. Obergeschoß liegen 2 Appartements, sowie eine Wohnung. Auf dem Dach befindet sich eine Sonnenterrasse. Die Baukosten lagen bei 1,1 Mio. DM. Die Finanzierung erfolgte auch hier aus den Mitteln des Studentenwerks, aus Zuschüssen und Darlehen des Bundes und des Landes Niedersachsen und durch die Aufnahme einer Hypothek. Bauherr und Eigentümer ist das Studentenwerk Göttingen. Planung und Bauleitung erfolgten durch die Niedersächsische Heimstätte. Die Miete beinhaltet Kosten für Wasser, Heizung, Reinigung der Gemeinschaftseinrichtungen und Bettwäschestellung, incl. Stromkostenabschlag, der halbjährlich verrechnet wird.

rbw/historisches.txt · Zuletzt geändert: 2011/11/29 00:19 (Externe Bearbeitung)